Mächtiger Dampfer: Der Export der Schweizer Chemie- und Pharmaindustrie macht knapp die Hälfte (45 Prozent) aller Schweizer Exporte aus.

Eine wichtige Säule der Schweizer Volkswirtschaft

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Die Mitgliedsunternehmen von scienceindustries tragen massgeblich zur hohen Wertschöpfung der Schweizer Volkswirtschaft bei. Wegen der substanziellen Investitionen in Forschung und Entwicklung kommt auch dem weltweiten Schutz des geistigen Eigentums eine besondere Bedeutung zu.

Die Ausfuhren der chemisch-pharmazeutischen Industrie erreichten 2017 einen Wert von über 98 Milliarden Franken. Mit einem Anteil von 45 Prozent an den Gesamtexporten der Schweiz ist die Chemie Pharma Life Sciences die grösste Exportindustrie. Knapp die Hälfte der Ausfuhren gingen in die Länder der EU, dem wichtigsten Handelspartner unserer Industrien. Die Industrien Chemie Pharma Life Sciences sind stark auf freien Handel und auf eine offene Denkhaltung in der Gesellschaft angewiesen.

Die USA als grösstes Abnehmerland von Produkten aus Chemie-Pharma-Life-Sciences festigten ihre Position mit einem Anstieg um 8,7 Prozent und erreichten 2017 ein Exportvolumen von 19,5 Milliarden Franken. Deutschland (15,3 Milliarden Franken), Italien (5,8 Milliarden Franken) und Grossbritannien (5,3 Milliarden Franken) waren 2017 die grössten europäischen Abnehmer unserer Produkte aus der Schweiz. China ist bereits das fünftgrösste Abnehmerland mit 4,9 Milliarden Franken und einem Anstieg um 12,7 Prozent.

Medikamente mit erheblichem Anteil am Aussenhandel
Pharmazeutische Produkte, Vitamine und Diagnostika bestritten einen Anteil von 85,1 Prozent an den Gesamtexporten der Chemie Pharma Life Sciences; dies entspricht 38 Prozent der Schweizer Gesamtexporte. Organische Erzeugnisse (+10,5 Prozent) und ätherische Öle, Riech- und Aromastoffe (+4,3 Prozent) wurden im Vergleich zu 2016 deutlich mehr exportiert und erreichten einen Warenwert von 3,8 Milliarden beziehungsweise 1,7 Milliarden Franken. Demgegenüber verzeichneten Pflanzenschutzmittel einen deutlichen Rückgang (–17,5 Prozent).

Wirtschaftsabkommen sind für unsere Industrien zentral
Der Erfolg der chemisch-pharmazeutischen Industrie basiert in hohem Masse auf der weltweiten Vermarktung ihrer innovativen Produkte. Multilaterale Verträge, insbesondere im Rahmen der WTO, sind das effizienteste Instrument für den gegenseitigen Zollabbau, die Vereinfachung der Handelsverfahren sowie die Gewährleistung eines starken und einheitlichen Schutzes der geistigen Eigentumsrechte. Gelingt keine Einigung auf multilateraler Ebene, sind pluri- oder bilaterale Verhandlungen einzusetzen, um eine gegenseitige und über die multilaterale Einigung hinausgehende Verbesserung des Marktzugangs beziehungsweise des Schutzes der Rechte am geistigen Eigentum zu erreichen. Scienceindustries unterstützt deshalb die Bemühungen der schweizerischen Behörden zur Schaffung eines Netzes von Freihandelsabkommen, sei es innerhalb des EFTA-Verbundes oder bilateral. Dabei stehen die Verhandlungen mit Mercosur, Malaysia, Indien und Russland im Fokus. Die mit den USA gestarteten exploratorischen Gespräche unterstützt scienceindustries ebenfalls, handelt es sich bei den USA doch immer noch um die grösste Volkswirtschaft der Welt.

Entwicklung hochwertiger Produkte in der Schweiz
Die Industrien Chemie Pharma Life Sciences bestreiten einen Anteil von rund 40 Prozent der privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung in der Schweiz. Sie leisten mit ihren innovativen, hochwertigen Produkten einen unverzichtbaren Beitrag zu Wohlstand, Lebensqualität und Gesundheit weltweit. Scienceindustries setzt sich für eine innovationsfreundliche Schweiz ein. Insbesondere der Patentschutz ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie unerlässlich, um die Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung in der Schweiz zu sichern. Patente ermöglichen forschenden Unternehmen während der Patentlaufzeit, die beträchtlichen Investitionen in Forschung & Entwicklung (F&E) zu amortisieren, und schaffen damit überhaupt erst den Anreiz, in die Forschung zu investieren. Deswegen ist es zentral, diesen Schutz des geistigen Eigentums auch international – beispielsweise in Freihandelsabkommen – festzuschreiben, um auch in Zukunft erfolgreich in F&E investieren zu können.

Dr. Stephan Mumenthaler ist Direktor von scienceindustries, dem Wirtschaftsverband «Chemie Pharma Life Sciences». In dieser Funktion führt er die Geschäftsstelle des Verbandes und repräsentiert die Schweizer Chemie-, Pharma- und Life Sciences-Industrien in zahlreichen nationalen und internationalen Verbänden und Organisationen.

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