Die Bachem Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von 695.1 Mio. CHF, was einem Plus von 14.8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht; in Lokalwährungen lag das Wachstum bei 19.2 Prozent. Getrieben wurde die Entwicklung von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Peptiden und entsprechenden Dienstleistungen. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich auf 214.7 Mio. CHF, ein Zuwachs von 21.8 Prozent, in Lokalwährungen plus 32.6 Prozent. Daraus resultierte eine EBITDA-Marge von 30.9 Prozent nach 29.1 Prozent im Vorjahr.
Profitabilität und Dividendenvorschlag
Bereinigt um Einmaleffekte in Höhe von 16.1 Mio. CHF lag die EBITDA-Marge bei 28.6 Prozent beziehungsweise 30.2 Prozent in Lokalwährungen. Der EBIT stieg um 25.7 Prozent auf 167.3 Mio. CHF, die EBIT-Marge erreichte 24.1 Prozent nach 22.0 Prozent im Vorjahr. Der Reingewinn belief sich auf 148.8 Mio. CHF, ein Zuwachs von 23.7 Prozent bei einer Marge von 21.4 Prozent nach 19.9 Prozent im Jahr 2024. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende um 0.05 CHF auf 0.90 CHF pro Aktie vor.
«Starkes Umsatzwachstum bei anhaltender Profitabilität»
«Wir blicken auf ein Jahr mit starkem Umsatzwachstum bei anhaltend hoher Profitabilität zurück. Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen ist ungebrochen und unsere Auftragslage bleibt auf einem sehr hohen Niveau», sagt Anne-Kathrin Stoller, CEO von Bachem. «Durch gezielte operative Verbesserungen im Rahmen unserer Operational-Excellence-Initiativen konnten wir die Kapazitäten unserer bestehenden Anlagen deutlich steigern und zugleich unsere Kostenstruktur weiter verbessern. Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft war zudem die erfolgreich abgeschlossene Inspektion von Gebäude K.»
Segmententwicklung: klinische Wirkstoffe im Fokus
Das Geschäft mit zugelassenen Wirkstoffen (Commercial API) erzielte einen Umsatz von 343.4 Mio. CHF nach 327.0 Mio. CHF im Vorjahr, was einem Plus von 5.0 Prozent entspricht; in Lokalwährungen lag das Wachstum bei 8.2 Prozent. Wachstumstreiber waren insbesondere patentgeschützte Peptide. Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment klinische Wirkstoffe (CMC Development) mit einem Umsatzanstieg auf 304.0 Mio. CHF nach 234.4 Mio. CHF, was einem Plus von 29.7 Prozent beziehungsweise 35.6 Prozent in Lokalwährungen entspricht. Das Segment Research & Specialties erreichte 47.7 Mio. CHF nach 43.8 Mio. CHF, ein Wachstum von 8.8 Prozent oder 13.8 Prozent in Lokalwährungen, unter anderem durch höhere Verkäufe von Peptiden für Diagnostik- und Kosmetikanwendungen.
Hohe Investitionen in Kapazitäten und Standorte
Parallel zum operativen Wachstum investierte Bachem 2025 insgesamt 332.6 Mio. CHF in den Ausbau der globalen Produktionsbasis. Ein zentrales Projekt ist Gebäude K am Hauptstandort, dessen erster Bauabschnitt Ende 2025 erfolgreich von der Schweizer Heilmittelbehörde inspiziert wurde; die kommerzielle Produktion soll 2026 schrittweise hochgefahren werden. In Vista (USA) wird die Grossvolumenproduktion ausgebaut und ein angrenzendes Gebäude für künftige Kapazitätserweiterungen erworben, in Torrance (USA) erfolgt eine Modernisierung des Standorts. Am Standort Vionnaz in der Schweiz investiert das Unternehmen in die Sicherung der Vorproduktversorgung, und für den geplanten Produktionsstandort im Sisslerfeld in Eiken wurden weitere Grundstücke erworben sowie der Bauantrag für einen Versorgungstunnel eingereicht.
Ausblick 2026: kräftiges Wachstum erwartet
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Bachem ein Umsatzwachstum von 35 bis 45 Prozent in Lokalwährungen. Die EBITDA-Marge soll im tiefen Dreissigerbereich liegen. Darüber hinaus plant das Unternehmen Investitionen von mehr als 400 Mio. CHF, um die Produktionskapazitäten weiter zu erweitern und das künftige Wachstum im Peptid- und Oligonukleotidgeschäft zu unterstützen.