Bachem erzielte im ersten Halbjahr 2026 Verkäufe von 326.4 Millionen Franken. Gegenüber der Vorjahresperiode entspricht dies einem Anstieg von 4.3 Prozent. In Lokalwährungen legte der Umsatz um 7.3 Prozent zu.
Das EBITDA sank um 9.0 Prozent auf 82.8 Millionen Franken. Die EBITDA-Marge verringerte sich von 29.1 auf 25.4 Prozent. Das EBIT lag mit 54.1 Millionen Franken um 19.1 Prozent unter dem Vorjahreswert; die EBIT-Marge ging von 21.4 auf 16.6 Prozent zurück.
Der Reingewinn erhöhte sich leicht um 0.3 Prozent auf 50.3 Millionen Franken. Die Reingewinnmarge lag bei 15.4 Prozent, nach 16.0 Prozent im ersten Halbjahr 2025.
Anlaufkosten für Gebäude K
Bachem führt die niedrigeren operativen Margen auf die erwarteten Anlaufkosten für Gebäude K zurück. Die Anlage für die Grossvolumenproduktion wurde 2026 in Betrieb genommen und produziert bereits kommerzielle GMP-Produkte.
Im ersten Halbjahr wurden aus Gebäude K noch keine Umsätze verbucht. Beiträge zum Verkauf werden laut Bachem für die zweite Jahreshälfte erwartet. Die Anlage soll schrittweise ausgebaut werden, um zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen.
Bachem investierte im ersten Halbjahr insgesamt 148.4 Millionen Franken in die Erweiterung der Produktionskapazitäten. Für das Gesamtjahr sind Investitionen zwischen 350 und 400 Millionen Franken vorgesehen.
Grossanlage im Sisslerfeld geplant
Im Sisslerfeld in Eiken plant Bachem eine weitere Grossmengen-Produktionsanlage. Die erste Ausbauphase soll im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit realisiert werden und ein Investitionsvolumen von mehr als 500 Millionen Franken umfassen.
Die Produktion am neuen Standort ist ab 2030 vorgesehen. Gleichzeitig erweitert Bachem die Kapazitäten für hohe Produktionsvolumina in den USA und investiert in der Westschweiz in die Versorgung mit Vorstufenprodukten.
Neuer Chief Commercial Officer
Per 1. August 2026 hat Bachem Boris Corpataux zum Chief Commercial Officer ernannt. Er wird Mitglied des Corporate Executive Committee. Corpataux ist seit mehr als 20 Jahren für Bachem tätig und war bisher in Vertriebs- und Kundenbeziehungsfunktionen aktiv.
Für 2026 erwartet Bachem ein Umsatzwachstum von 35 bis 40 Prozent in Lokalwährungen. Die EBITDA-Marge soll im tiefen Dreissigerbereich liegen.