Anton Paar hat den Autosorb 3300 vorgestellt, einen Chemisorptionsanalysator für Durchflussverfahren. Das Gerät ist für die Charakterisierung von Katalysatoren in Forschung und Entwicklung sowie in industriellen Qualitätskontrolllaboren vorgesehen.
Laut Anton Paar zielt das überarbeitete Bedienkonzept darauf ab, manuelle Arbeitsschritte in der Chemisorptionsanalyse zu reduzieren. Wiederholbare, reproduzierbare und möglichst anwenderunabhängige Messungen sind bei der Katalysatorcharakterisierung von zentraler Bedeutung.
Probenzelle wird automatisch abgedichtet
Der Autosorb 3300 verfügt über einen automatischen Mechanismus zum Einsetzen und Abdichten der Probenzelle. Anwender setzen die Probenzelle in den Ofen ein; das Gerät dichtet sie anschliessend selbstständig ab. Ein manuelles Schliessen des Ofens oder das Handling kleiner Verschraubungen ist laut Hersteller nicht erforderlich.
Damit soll die anwenderbedingte Variabilität im Ablauf reduziert werden. Das Konzept richtet sich auch an Labore, in denen unterschiedliche Personen mit den Messsystemen arbeiten.
Ofen bis 1200 °C
Für Hochtemperaturuntersuchungen besitzt der Analysator einen kompakten Ofen mit Temperaturen bis 1200 °C und Aufheizraten von bis zu 100 °C pro Minute. Ein integriertes Flüssigkeitskühlsystem soll dafür sorgen, dass die Aussenoberfläche auch bei hohen Betriebstemperaturen berührungssicher bleibt.
Eine programmierbare Gasmischfunktion ermöglicht die Erstellung angepasster Methoden und die Reproduktion etablierter Aktivierungsprotokolle sowie temperaturprogrammierter Experimente. Sie soll zudem die Zahl der benötigten Gasflaschen reduzieren.
Automatisierte Pulstitration
Bei der Pulstitration stehen vier vorkalibrierte Injektionsschleifen zur Verfügung. Sie können während eines Experiments gemäss benutzerdefinierten Softwaremethoden automatisch ausgewählt werden.
Beim herkömmlichen Wechsel von Injektionsschleifen sind manuelle Änderungen an der Hardware und eine Neukalibrierung erforderlich. Mit der automatisierten Auswahl sollen sich diese Arbeitsschritte reduzieren lassen. Die Druck- und Temperaturregelung der injizierten Gasvolumina soll zudem die Wiederholbarkeit der Messungen unterstützen.
Mit dem Autosorb 3300 ergänzt Anton Paar sein Angebot zur Charakterisierung poröser Materialien. Das Portfolio umfasst bereits Systeme für Physisorption und statische Chemisorption.