Clariant erzielte im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von 906 Mio. CHF. Das entspricht einem Rückgang von drei Prozent in lokaler Währung gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Preise stiegen um ein Prozent, während die Absatzmengen um vier Prozent zurückgingen. Währungsbelastungen führten zu einem Umsatzrückgang von neun Prozent in Schweizer Franken.
Entwicklung in den Geschäftsbereichen
Der Bereich Care Chemicals verzeichnete ein Minus von drei Prozent in lokaler Währung. Preise blieben stabil, die Absatzmengen sanken um drei Prozent. Wachstum verzeichneten Mining Solutions und Oil Services, während Personal & Home Care, Crop Solutions, Industrial Applications und Base Chemicals Rückgänge meldeten.
Im Segment Catalysts ging der Umsatz in lokaler Währung um acht Prozent zurück. Stabilen Preisen standen geringere Volumina gegenüber, bedingt durch eine schwächere Nachfrage in China.
Adsorbents & Additives erzielten ein Wachstum von ein Prozent in lokaler Währung. Preissteigerungen von drei Prozent kompensierten den Rückgang der Volumina um zwei Prozent.
Regionale Entwicklung
In Europa, Naher Osten und Afrika ging der Umsatz in lokaler Währung um sechs Prozent zurück. Ausschlaggebend war die schwächere Nachfrage in Europa, insbesondere in Deutschland. In Amerika sank der Umsatz um drei Prozent, wobei Rückgänge in Brasilien das Wachstum in den USA überlagerten. Im asiatisch-pazifischen Raum stieg der Umsatz um ein Prozent, getragen von Zuwächsen in Indien und Südkorea.
EBITDA und Kosteneinsparungen
Das EBITDA vor Sonderpositionen stieg um fünf Prozent auf 162 Mio. CHF. Die Marge verbesserte sich auf 17,9 Prozent. Niedrigere Rohstoffkosten wurden teilweise durch höhere Energiekosten ausgeglichen.
Clariant setzt das Sparprogramm weiter um. Bis Ende September 2025 wurden kumuliert 31 Mio. CHF erreicht. Dazu zählen Personalabbau, Standortschliessungen und Einsparungen im Einkauf. Insgesamt leisteten diese Massnahmen im dritten Quartal einen positiven Beitrag von 19 Mio. CHF, während Restrukturierungskosten von drei Mio. CHF anfielen.
Das ausgewiesene EBITDA stieg um 14 Prozent auf 159 Mio. CHF, bei einer Marge von 17,5 Prozent.
Ausblick für das Gesamtjahr 2025
Clariant erwartet eine Abschwächung der Inflation, aber keine Erholung der chemischen Industrie. Makroökonomische Unsicherheiten sowie geopolitische Spannungen belasten weiterhin Nachfrage und Konsumverhalten.
Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum in lokaler Währung am unteren Ende der Spanne von ein bis drei Prozent. Care Chemicals sowie Adsorbents & Additives dürften leicht wachsen, während Catalysts voraussichtlich leicht unter Vorjahr liegen wird.
Die EBITDA-Marge vor Sonderposten soll zwischen 17 und 18 Prozent liegen. Restrukturierungskosten von rund 75 Mio. CHF werden erwartet. Die ausgewiesene EBITDA-Marge soll zwischen 15,0 und 15,5 Prozent liegen.
Einschätzung des CEO
«Wir haben im dritten Quartal 2025 unsere Profitabilität deutlich gesteigert. Dieses Ergebnis unterstreicht den Erfolg unserer Performance-Programme sowie unseres effektiven Preis- und Kostenmanagements in allen Geschäftsbereichen. Unsere EBITDA-Marge vor Einmaleffekten von 17,9 Prozent ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 230 Basispunkte gestiegen. Dieses starke Ergebnis demonstriert unsere Resilienz und operative Exzellenz in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld. Adsorbents & Additives haben eine signifikante Preisperformance erzielt, während niedrigere Volumina bei Care Chemicals und Catalysts zu einem moderaten Gesamtrückgang des Umsatzes in Lokalwährung geführt haben», sagte Conrad Keijzer, Chief Executive Officer von Clariant.
«Unser am Investorentag vorgestelltes Sparprogramm in Höhe von 80 Mio. CHF macht gute Fortschritte. Seit Jahresbeginn haben wir in diesem Zusammenhang bereits 31 Mio. CHF eingespart. Wir halten an unserer Profitabilitätsprognose für 2025 mit einer EBITDA-Marge von 17 – 18 Prozent fest und erwarten ein Umsatzwachstum in Lokalwährung am unteren Ende unserer prognostizierten Spanne von 1 – 3 Prozent, da wir uns in einem Umfeld mit schwächeren Aussichten der Industrieproduktion und gedämpfter Konsumentenstimmung bewegen», ergänzte Conrad Keijzer.