Laut einer Medienmitteilung von Scienceindustries vom 13. Juli 2026 wurde das Freihandelsabkommen (FHA) zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich modernisiert. Der Wirtschaftsverband der Industrien Chemie, Pharma und Life Sciences begrüsst den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen und verweist auf das Engagement des Bundesrats sowie der beteiligten Delegationen.
Das Vereinigte Königreich zählt zu den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz. «Für unsere exportorientierten Industrien Chemie, Pharma und Life Sciences ist das Vereinigte Königreich ein bedeutender Absatzmarkt sowie ein zentraler Forschungs- und Innovationspartner», sagte Stephan Mumenthaler, Direktor Scienceindustries.
Bedeutung für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
Die Modernisierung des Abkommens stärkt laut Mitteilung die wirtschaftlichen Beziehungen und soll zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz beitragen. Zudem wird ein Beitrag zur wirtschaftlichen Resilienz des Landes erwartet.
Ein zentrales Element ist der Schutz des geistigen Eigentums. Die Industrien Chemie, Pharma und Life Sciences tragen mit mehr als einem Drittel der privaten Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen wesentlich zur Innovationskraft der Schweiz bei. Entsprechend wichtig sind stabile Rahmenbedingungen.
«Für unsere innovationsstarken Industrien Chemie, Pharma und Life Sciences ist ein wirksamer Schutz des geistigen Eigentums unverzichtbar. Mit hohen IP-Standards schaffen die Schweiz und das Vereinigte Königreich verlässliche Rahmenbedingungen für Innovation und Investitionen und setzen zugleich einen internationalen Referenzrahmen für künftige qualitativ hochwertige Freihandelsabkommen», so Mumenthaler.
Detailanalyse folgt
Scienceindustries kündigt an, die Inhalte des modernisierten Abkommens nach Veröffentlichung der Vertragstexte vertieft zu analysieren. Eine abschliessende Beurteilung der einzelnen Bestimmungen soll erst im Anschluss erfolgen.
Der Verband vertritt rund 250 Mitgliedsunternehmen der Chemie-, Pharma- und Life-Sciences-Industrie. In der Schweiz beschäftigt die Branche rund 80'000 Erwerbstätige und gilt als grösste Exportindustrie des Landes.