Bayer Co.Lab Connect und Superlab Suisse haben am 8. Oktober 2026 in Basel Schweizer Biotech-Startups mit internationalen Investoren sowie Fachleuten aus Forschung und Industrie zusammengebracht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Life-Science-Unternehmen wissenschaftliche Erkenntnisse in potenzielle medizinische Anwendungen überführen können.
Nach der Premiere im Jahr 2025 wurden diesmal zwei Unternehmen ausgezeichnet. Der «Superpass Award» ging an Tecregen, der «Superpass – Rising Stars Award» an Immunostem. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 50000 Franken dotiert und sollen die Weiterentwicklung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützen.
Therapieansätze für Thymus und Herzinfarkt
Tecregen entwickelt laut der Mitteilung Therapien, die gezielt im Gewebe und funktionell selektiv wirken und den Thymus regenerieren sollen.
Immunostem arbeitet an einer Therapie, die die Erholung nach einem Herzinfarkt verbessern soll. Der Ansatz richtet sich gegen zentrale Mechanismen, die den langfristigen Krankheitsverlauf beeinflussen.
Finanzierung und internationale Partnerschaften
Das Veranstaltungsprogramm behandelte den Zugang zu Kapital, den Unternehmensaufbau, rechtliche und regulatorische Fragen sowie internationales Wachstum. An der Podiumsdiskussion «Taking Biotech Innovation Global» beteiligten sich Fachleute von Qiming U.S., Goodwin, WuXi AppTec und Bayer.
«Am Anfang steht Spitzenforschung. Aber um Patienten und Patientinnen mit neuen Therapien zu versorgen, braucht es Zusammenarbeit, Know-how und den Mut, die Grenzen des Labors hinter sich zu lassen», sagte Jürgen Eckhardt, Leiter Business Development & Licensing bei Bayer Pharmaceuticals.
Eckhardt eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit Xi Zhang, Gründerin und CEO von Superlab Suisse. Das Unternehmen stellt Startups bezugsfertige Laborräume und betriebliche Unterstützung zur Verfügung und vermittelt Kontakte zu Investoren.
Ein weiteres Gespräch mit Greg Verdine, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Chemischen Biologie, emeritierter Professor der Harvard University und Seriengründer, widmete sich dem Transfer akademischer Entdeckungen in neue Therapieansätze.
NXI Therapeutics berichtet über Entwicklung
Als erster Gewinner war 2025 NXI Therapeutics für das Programm Bayer Co.Lab Connect Basel ausgewählt worden. Das Unternehmen entwickelt selektiv wirkende Immunsuppressiva. Diese sollen T-Zell-Immunantworten beeinflussen, die bei Autoimmunerkrankungen und Transplantatabstossungen eine zentrale Rolle spielen, während die allgemeine Immunkompetenz erhalten bleibt.
Laut CEO Ruben Herrendorff unterstützte das Programm das Unternehmen dabei, Entwicklungsmeilensteine zu definieren, seine Sichtbarkeit zu erhöhen und Kontakte zu internationalen Risikokapitalgebern aufzubauen. Über das Programm entstand zudem der Kontakt zu Superlab Suisse, wo NXI Therapeutics heute seinen Sitz hat. Nach Angaben der Mitteilung hat das Unternehmen kürzlich eine Finanzierungsrunde unter Beteiligung internationaler Risikokapitalgesellschaften abgeschlossen.
Bayer Co.Lab Connect bietet Startups aus der Schweiz und Japan Zugang zu Netzwerken, Mentoring und Ressourcen für den Aufbau einer Präsenz im US-amerikanischen Biotech-Umfeld Boston-Cambridge.