Die Schweizer Stimmbevölkerung beurteilt die Qualität des Gesundheitswesens weiterhin positiv. Gemäss dem Interpharma-Gesundheitsmonitor 2026 bewerten 79 Prozent der Befragten die Qualität als gut oder sehr gut.
Neben gut ausgebildetem medizinischem Personal sowie einem einfachen regionalen Zugang zu Hausärztinnen, Hausärzten und Fachpersonen gehört für die Befragten auch der gleichberechtigte Zugang zu neuen Medikamenten und Therapien zu einer guten Gesundheitsversorgung. Das geht aus einer Medienmitteilung von Interpharma hervor.
Der Gesundheitsmonitor 2026 wurde im Auftrag von Interpharma durch gfs.bern durchgeführt. Grundlage war eine repräsentative Befragung von 1046 Personen in der Schweiz zwischen dem 28. Juli und dem 17. August 2026.
Zahlungsbereitschaft für Innovationen
Eine weitere Untersuchung von Swiss Economics im Auftrag von Interpharma befasste sich mit der Zahlungsbereitschaft für einen breiteren Zugang zu Arzneimitteln. Demnach wären Schweizerinnen und Schweizer bereit, monatlich rund 33 Franken mehr Krankenkassenprämien zu bezahlen, damit in der Schweiz gleich viele Medikamente verfügbar sind wie in Deutschland.
Laut Interpharma werden derzeit rund die Hälfte aller innovativen Medikamente, die in Deutschland verfügbar sind, auch in der Schweiz über die Krankenkasse vergütet. Die Untersuchung von Swiss Economics basiert auf einer quantitativen Befragung von 1'318 Personen im Juli 2026.
Bedeutung des Pharmastandorts
Der Gesundheitsmonitor verweist zudem auf die Bedeutung der forschenden Pharmaindustrie für die Schweiz. 90 Prozent der Befragten sind der Auffassung, Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln müssten im Land verankert bleiben. 69 Prozent erwarten, dass eine Schwächung des Pharmastandorts die Gesundheitsversorgung in der Schweiz langfristig beeinträchtigen könnte.
«Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung dem Zugang zu innovativen Medikamenten einen hohen Stellenwert beimisst. Eine moderne Gesundheitspolitik sollte Innovationen deshalb nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Kosten, sondern auch mit Blick auf die Versorgungsqualität beurteilen. Die aktuelle Entwicklung in der Schweiz geht jedoch nicht in Richtung eines besseren, sondern eines zunehmend eingeschränkten Zugangs zu innovativen Medikamenten», sagt René Buholzer, Geschäftsführer von Interpharma.