Lonza hat am 30. Juni 2026 in einer Pressemitteilung angekündigt, die Kapazitäten für die Herstellung von Payload-Linkern am Standort Visp auszubauen. Laut einer Mitteilung soll damit das bestehende Kompetenzzentrum für Drug-Linker gestärkt und die Produktion hochpotenter Wirkstoffe (HPAPI) erweitert werden.
Die Investition zielt darauf ab, neue kommerzielle Produktionskapazitäten für komplexe und hochpotente Wirkstoffe sowie Payload-Linker für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) zu schaffen.
Wachsende Nachfrage im ADC-Markt
ADCs zählen zu den am schnellsten wachsenden Segmenten im Pharmamarkt. Mit der steigenden strukturellen Komplexität der eingesetzten Moleküle wächst auch der Bedarf an spezialisierter Herstellung und fortschrittlichen Reinigungstechnologien.
Die neuen Kapazitäten werden innerhalb einer bestehenden GMP-Anlage aufgebaut und umfassen zusätzliche Produktions- und Reinigungsbereiche sowie analytische und prozessentwicklungsbezogene Labore. Die Anlage ist für flexible Mehrzwecknutzung und Skalierung ausgelegt.
Integration in bestehendes Netzwerk
Der Ausbau ist eng mit dem bestehenden ADC-Produktionsnetzwerk von Lonza in Visp verbunden. Dieses umfasst unter anderem die Herstellung monoklonaler Antikörper, Konjugation sowie die Produktion von Arzneimitteln in Visp und Stein. Ergänzend stehen Qualitätskontrollkapazitäten für hochpotente Substanzen zur Verfügung.
Die Inbetriebnahme der erweiterten Kapazitäten ist für 2028 geplant. Damit sollen sowohl klinische als auch kommerzielle Programme unterstützt und die Markteinführung neuer ADC-Therapien beschleunigt werden.
Christian Seufert, Head of Advanced Synthesis bei Lonza, erklärte laut Mitteilung, dass die steigende Nachfrage nach komplexen Payload-Linkern Investitionen in fortschrittliche Produktionskapazitäten erfordere und Lonza mit dem Ausbau seine integrierten Angebote im ADC-Bereich weiterentwickle.