Pharmaunternehmen investieren laut einer Mitteilung von cts in Datensysteme, doch erzeugte Daten blieben in vielen Fällen ungenutzt. Als Ursachen nennt das Unternehmen weniger Datenqualität oder Datenmenge als fehlenden Kontext, fragmentierte Systeme sowie eine fehlende gemeinsame Sprache von IT und OT.
Die Cts Group und die Xenium AG setzen deshalb auf ein gemeinsames Angebot aus Beratung und Umsetzung. Im Mittelpunkt stehen konkrete Geschäftsziele und Schmerzpunkte, messbare Kennzahlen sowie ein erster Anwendungsfall. Damit sollen Daten systematisch genutzt werden, sodass die technische Implementierung auch einen geschäftlichen Nutzen schafft.
Strategie und technische Umsetzung
Das Angebot richtet sich laut Pressemitteilung insbesondere an Unternehmen mit komplexen Systemlandschaften. Es soll den Weg von lokalen Pilotprojekten und Insellösungen zu einer unternehmensweiten operativen Fähigkeit unterstützen.
Xenium übernimmt in gemeinsamen Projekten die IT-Strategie und Beratung, die Business Analyse, das Requirements Engineering, die Projektleitung sowie das Projektmanagement-Office. Cts bringt technische und operative Technologiekompetenz ein und verantwortet den Aufbau der Datenbasis sowie deren Verankerung in der Produktion.
«Die Stärke von Xenium liegt in der Strategie und Steuerung», erklärt Florian Seidl, BU Manager Industrieinformatik bei der Cts Group. «Sie verbinden Management-Prioritäten mit der operativen Realität.»
OT- und IT-Daten verbinden
Cts will Produktionsdaten über die Grenzen von OT und IT hinweg verbinden, in einen nutz- und rückverfolgbaren Kontext einordnen und eine Datenplattform aufbauen. «Unsere Aufgabe ist es, die Produktionsdaten über die OT/IT-Grenzen hinweg zu verbinden, sie im Kontext nutz- und rückverfolgbar zu machen und die Datenplattform aufzubauen. Für letzteres nutzen wir Tools wie AspenTech inmation», führt Seidl aus.
Der Ansatz verbindet nach Angaben von Cts die technische und die organisatorische Umsetzung von Beginn an. «In Datenprojekten sind Unternehmen in der Regel mit drei Herausforderungen gleichzeitig konfrontiert», erläutert Seidl. «Systeme verbinden, Geschäftskontext schaffen und Adoption skalieren. Hier entsteht der Mehrwert unserer kombinierten Leistungen: Indem technische und organisatorische Umsetzung von Anfang an zusammen passieren, können wir alle drei bewältigen. In der Praxis ist der Bau der Plattform selten das Schwerste. Schwerer ist die Skalierung über verschiedene Standorte. Am schwersten kann es aber sein, Menschen für neue Arbeitsweisen zu gewinnen. Deshalb sind die erfolgreichsten Programme die, bei der Technik, Governance und operative Realität zusammenwachsen.»
Auftritt in Berlin
Cts und Xenium informieren am 1. und 2. Oktober 2026 auf der Pharma Manufacturing Europe in Berlin über ihr gemeinsames Angebot. An ihrem gemeinsamen Stand sollen Verantwortliche aus Pharmawerken den Systemstand und ihre Ziele mit den Fachleuten der beiden Unternehmen besprechen können.