Die EMS-Gruppe hat ihren definitiven konsolidierten Halbjahresabschluss 2026 veröffentlicht. Dieser basiert auf den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften per 30. Juni 2026. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung weist der definitive Abschluss keine wesentlichen Abweichungen gegenüber dem am 10. Juli 2026 publizierten provisorischen Halbjahresabschluss auf.
Der konsolidierte Nettoumsatz belief sich im ersten Halbjahr auf 1010 Mio. CHF. Im Vorjahreszeitraum waren es 1020 Mio. CHF gewesen. In lokalen Währungen erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4.3 Prozent.
EBIT und Marge verbessert
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen erreichte 335 Mio. CHF, nach 324 Mio. CHF im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 3.6 Prozent. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 4.4 Prozent auf 309 Mio. CHF, verglichen mit 296 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2025.
Die EBIT-Marge stieg auf 30.6 Prozent, nach 29.1 Prozent im Vorjahr. Die EBITDA-Marge betrug 33.2 Prozent, gegenüber 31.7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Finanzergebnis lag bei 1 Mio. CHF, nachdem im Vorjahr ein Minus von 7 Mio. CHF ausgewiesen worden war.
Der Nettogewinn erreichte 259 Mio. CHF und lag damit 2.5 Prozent über dem Vorjahreswert von 253 Mio. CHF. Das den Aktionären der EMS-Chemie Holding zurechenbare Eigenkapital stieg per Ende Juni 2026 auf 2098 Mio. CHF. Per 31. Dezember 2025 hatte es 1855 Mio. CHF betragen. Die Eigenkapitalquote sank im selben Zeitraum von 83.3 auf 81.1 Prozent.
Umfeld belastet Industrie
EMS verweist auf ein geopolitisch belastendes Umfeld, eine geschwächte Industriekonjunktur und den stärkeren Schweizer Franken. Nach Angaben des Unternehmens beeinträchtigten die wechselhafte US-Handelspolitik, der Nahost-Krieg und steigende Energiepreise die Konsumstimmung und das industrielle Umfeld.
Das Unternehmen habe sich bereits zu Beginn des Jahres auf ein herausforderndes konjunkturelles Umfeld eingestellt. Neue energie-, kosten- und gewichtssparende Lösungen seien in internationalen Märkten realisiert worden. Zudem habe EMS die Lieferketten frühzeitig auf mögliche internationale Handelsbarrieren ausgerichtet. Die in den USA verkauften Produkte würden laut Mitteilung fast ausschliesslich in den USA produziert oder seien als wichtige Spezialitäten von US-Zöllen befreit.
Neues Geschäftsleitungsmitglied
Darko Radanovic wird per 1. September 2026 Mitglied der Geschäftsleitung der EMS-Gruppe. Er ist seit 1992 in unterschiedlichen Funktionen für die Gruppe tätig und leitete zuletzt EMS-Grivory Europa und Amerika.