Die Ems-Gruppe erzielte 2025 einen Nettoumsatz von CHF 1.950 Mio. nach CHF 2.071 Mio. im Vorjahr. Der deutlich stärkere Schweizer Franken belastete die Umsatzentwicklung in der Berichtswährung. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 5.2 Prozent auf CHF 567 Mio. gegenüber CHF 539 Mio. im Vorjahr; das EBITDA erhöhte sich ebenfalls um 5.2 Prozent auf CHF 622 Mio. nach CHF 592 Mio. Die EBIT-Marge erreichte 29.1 Prozent, die EBITDA-Marge 31.9 Prozent. Der Nettogewinn erhöhte sich auf CHF 467 Mio. (Vorjahr: CHF 461 Mio.), der Gewinn pro Aktie auf CHF 19.95 nach CHF 19.70.
Wachstum mit Spezialitäten trotz schwierigem Umfeld
Ems ist weltweit in den Geschäftsbereichen Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien tätig und bündelt die Gesellschaften in der Ems-Chemie Holding AG. Trotz geopolitisch belastetem Umfeld, schwächerer Industriekonjunktur und stärkerem Schweizer Franken gelang es, Absatz, EBIT und Reingewinn gegenüber dem Vorjahr erneut zu steigern. Grundlage waren eine konsequente Wachstumsstrategie mit hochmargigen Spezialitäten, Innovationen sowie eine global lancierte Verkaufsoffensive, die profitable Neugeschäfte generierte.
Innovation, neue Anwendungen und Marktsegmente
Im belasteten weltwirtschaftlichen Umfeld setzte Ems weiterhin auf Innovation, Kostendisziplin und vorausschauende Planung. Intensiv ausgebaute technische Vertriebs- und Entwicklungsorganisationen sowie lokale Entwicklungspartnerschaften – insbesondere in Wachstumsregionen wie China, Indien und Brasilien – unterstützen Kunden bei Kostenverbesserungen sowie Energie- und Gewichtseinsparungen. Mit Neuentwicklungen erschliesst Ems zudem zukünftige Wachstumsfelder wie die Robotik, etwa durch besonders leichte, robuste und formstabile Bauteile. Im Automobilbau bietet das Unternehmen Lackiertechnologien mit niedrigeren Härtetemperaturen an, die Energie- und Gewichtseinsparungen ermöglichen.
Dividende, Cashflow und Finanzlage
Der Nettogewinnanstieg bildet die Grundlage für einen höheren Ausschüttungsvorschlag. Für das Geschäftsjahr 2025 beabsichtigt der Verwaltungsrat, der Generalversammlung eine ordentliche Dividende von CHF 14.65 je Aktie (Vorjahr: CHF 13.95) sowie eine zusätzliche ausserordentliche Dividende von CHF 3.75 je Aktie (Vorjahr: CHF 3.30) vorzuschlagen, insgesamt somit CHF 18.40 je Aktie nach CHF 17.25. Der Cashflow stieg auf CHF 534 Mio. nach CHF 480 Mio.; die Liquiditätsbestände beliefen sich auf CHF 603 Mio. (Vorjahr: CHF 518 Mio.). Die Eigenkapitalquote lag bei 83.3 Prozent, Finanzschulden bestehen nicht.
Ausblick 2026
Für 2026 rechnet Ems weiterhin mit einem herausfordernden, geopolitisch verunsicherten Umfeld, in dem Handelskonflikte, regulatorische Eingriffe und Währungseffekte die globale Entwicklung belasten können. Bezüglich der eigenen Geschäftsaussichten zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und setzt die Strategie des Wachstums mit Spezialitäten fort. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet EMS einen Nettoumsatz, der währungsbedingt unter dem Vorjahr liegt, sowie ein Betriebsergebnis (EBIT) leicht über dem Vorjahreswert.