Lonza will am Standort Bend im US-Bundesstaat Oregon eine neue Anlage für die kommerzielle Sprühtrocknung errichten. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die gross angelegte Anlage die Kapazitäten für sprühgetrocknete Dispersionen erweitern und 2029 fertiggestellt werden. Zunächst sollen dadurch mehr als 80 neue Arbeitsplätze entstehen.
Mit der Investition will Lonza den Standort Bend als Zentrum für Partikeltechnologie und die Verbesserung der Bioverfügbarkeit ausbauen. Die neue Anlage soll nach Angaben des Unternehmens zwei PSD-4-Sprühtrocknungseinheiten erhalten. Ihre Auslegung soll einen späteren Kapazitätsausbau ermöglichen.
Angebot für klinische und kommerzielle Programme
Lonza beabsichtigt, mit zusätzlichen Kapazitäten für sprühgetrocknete Dispersionen Kunden in klinischen und kommerziellen Programmen zu unterstützen. Das Angebot soll die Entwicklung und Herstellung von Small Molecules sowie weiteren Modalitäten wie Biologika und mRNA umfassen.
Sprühtrocknungstechnologien gewinnen laut der Mitteilung in der Arzneimittelentwicklung an Bedeutung. Hintergrund sind zunehmende Anforderungen an die Bioverfügbarkeit komplexer Moleküle und die steigende Zahl schlecht löslicher Wirkstoffe in pharmazeutischen Entwicklungspipelines. Die Erweiterung in Bend soll insbesondere die Nachfrage in den USA bedienen und integrierte Entwicklungs- und Herstellungsleistungen für sprühgetrocknete Dispersionen ergänzen.
Wolfgang Wienand, Chief Executive Officer von Lonza, erklärte, die Investition in Bend beruhe auf der Überzeugung des Unternehmens, dass die USA weiterhin eine wichtige Quelle pharmazeutischer Innovationen und ein zentraler Markt für Lonza bleiben würden. Sie entspreche zudem der One-Lonza-Strategie, mit der das Unternehmen dort investiere, wo der grösste Nutzen für Kunden und letztlich für Patienten geschaffen werden könne. Mit dem deutlichen Ausbau der kommerziellen Sprühtrocknungskapazitäten stärke Lonza laut Wienand eine Technologie, welche die Verabreichung und Bioverfügbarkeit von Arzneimitteln grundsätzlich verbessern könne. Das Partikeltechnologie-Team in Bend solle Kunden dadurch noch besser dabei unterstützen, Innovationen in marktfähige Produkte zu überführen und Arzneimittel für die Zukunft herzustellen.
Infrastruktur für Lösemittel und Emissionskontrolle
Zusätzlich zu den Sprühtrocknungseinheiten sind Infrastruktur für die Handhabung und Lagerung von Lösemitteln, energieeffiziente Versorgungs- und Prozesssysteme sowie erweiterte Technologien zur Emissionskontrolle vorgesehen. Diese sollen den gesamten Energiebedarf der Anlage verringern.
Die Investition erweitert laut Lonza die US-Produktionspräsenz und soll die Nähe zu wichtigen Kunden erhöhen. Zudem soll sie regionalisierte und widerstandsfähigere Lieferketten für kritische Therapien unterstützen. Angaben zur Höhe der Investition machte das Unternehmen nicht.