Schütz und BASF haben am 14. September 2026 den Spatenstich für einen neuen Produktions- und Logistikstandort für Intermediate Bulk Container in Ludwigshafen gefeiert. Das Werk entsteht angrenzend an das BASF-Stammwerk. Schütz investiert nach eigenen Angaben mehr als 40 Millionen Euro in das Vorhaben. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2027 geplant.
Auf rund 20000 Quadratmetern sollen Fertigungsbereiche für IBC, ein Packmittellager sowie Büro- und Sozialräume entstehen. In den verschiedenen Ausbaustufen will Schütz zunächst 60 und später bis zu 100 Arbeitsplätze schaffen.
Der neue Standort soll das BASF-Stammwerk langfristig mit Industrieverpackungen versorgen. Darüber hinaus ist die Versorgung weiterer Industriekunden in der Region Rhein-Neckar vorgesehen.
Digitale Steuerung und kurze Wege
Laut Schütz werden Auftragsabwicklung, Produktionsplanung und die Versorgung der Abladestellen innerhalb des BASF-Geländes über die IT-Infrastruktur digital und vollautomatisch gesteuert. Eine direkte Lieferverbindung zwischen dem neuen Werk und dem angrenzenden BASF-Gelände soll die Liefer- und Logistikwege verkürzen.
Das Unternehmen beziffert die erwartete jährliche Einsparung auf rund 1.5 Millionen Lkw-Kilometer. Die standortnahe Fertigung soll zudem die Versorgungseffizienz und die Reaktionsfähigkeit der Wertschöpfungsketten stärken.
«Die Stärke unseres Verbundstandorts Ludwigshafen liegt in der engen Vernetzung von Produktion, Infrastruktur und Logistik. Mit der neuen Anlage von Schütz wird dieses Prinzip konsequent weiterentwickelt», sagt Helmut Winterling, President Europäische Verbundstandorte bei BASF. «Gleichzeitig erhöhen die eng verzahnten Logistikprozesse die Reaktionsfähigkeit unserer Wertschöpfungsketten und schaffen die Voraussetzung für eine langfristig effiziente Versorgung unserer Produktionsbetriebe.»
Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft
Schütz will die Anlagentechnik, Fertigungsprozesse und Logistik am neuen Standort auf Energieeffizienz ausrichten. Dabei kommen nach Unternehmensangaben firmeneigene Maschinen und Anlagen zum Einsatz, die im Kompetenzzentrum in Selters entwickelt und gefertigt werden.
Ein Teil des Strombedarfs soll eine Photovoltaikanlage decken. Der Standort wird zudem an das Kreislaufsystem von Schütz angebunden. Dieses umfasst die Wiederverwendung, Aufbereitung und das Recycling gebrauchter Verpackungen.
Die Partnerschaft zwischen Schütz und BASF besteht laut Mitteilung seit den 1960er-Jahren. Roland Strassburger, CEO der Schütz-Gruppe, bezeichnet das Projekt als «eine klare Win-Win-Investition – mit Vorteilen für unsere Kunden, für die Umwelt und für Schütz».