Syntegon hat im ersten Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz von 883 Millionen Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Wachstum von sieben Prozent. Das bereinigte EBITDA stieg um 16 Prozent auf 148 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich um 130 Basispunkte auf 16.8 Prozent.
Als wesentlichen Wachstumstreiber nennt das Unternehmen das Pharma-Geschäft. Der Umsatz in diesem Bereich stieg im ersten Halbjahr um 14 Prozent. Die Nachfrage nach aseptischen Fill-&-Finish-Lösungen sowie Isolatorlinien blieb laut Syntegon hoch. Dazu beigetragen hätten Investitionen in Biologics und injizierbare Arzneimittel sowie strengere regulatorische Anforderungen.
Auch das Geschäftsfeld Pharma Solid verzeichnete nach Angaben des Unternehmens zweistelliges Wachstum. Syntegon führt dies auf die Nachfrage nach Kapselfülllösungen und ein erweitertes Portfolio für die Granulierung zurück.
Hoher Auftragseingang
Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr bei 964 Millionen Euro. Die Book-to-Bill-Ratio betrug 1.09. Den Auftragsbestand beziffert Syntegon auf den Rekordwert von 1.3 Milliarden Euro. Damit verfüge das Unternehmen über eine Grundlage für weiteres Wachstum, heisst es in der Mitteilung.
Europa blieb im Pharma- und Biotech-Geschäft ein Kernmarkt. In Asien stieg der Pharma-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Syntegon verweist dabei auf zusätzlich gewonnene Marktanteile im Biologics-Markt und auf seine Geschäftstätigkeit in China. In den USA erhöhte sich der Auftragseingang im Pharma-Bereich deutlich.
Zurückhaltung im Food-Geschäft
Das Food-Geschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr in einem anspruchsvolleren Marktumfeld. Besonders in der Schokoladen- und Riegelindustrie seien Kundinnen und Kunden weiter mit Kostendruck konfrontiert. Dies führe zu vorsichtigen Investitionsentscheidungen, schreibt Syntegon.
Das Unternehmen brachte im Berichtszeitraum neue Produktlösungen für höhere Effizienz und Flexibilität auf den Markt. Als Beispiel nennt Syntegon die SVX-Plattform, eine vertikale Verpackungslösung, deren Einsatz bei Kunden zunehme. Zudem kündigt das Unternehmen Massnahmen an, um auf die Marktdynamik zu reagieren und seine Margenposition zu sichern.
Automation und KI
Syntegon sieht eine wachsende Nachfrage nach automatisierter, flexibler und effizienter Produktion. Treiber seien Arbeitskräftemangel, Kostendruck, regulatorische Anforderungen und komplexere Produktportfolios. Im ersten Halbjahr führte das Unternehmen Lösungen mit erweiterter Automation, Robotik und KI-gestützten Funktionen ein.
Diese Lösungen sollen Kundinnen und Kunden beim Aufbau einer «Factory of the Future» unterstützen. Zusammen mit dem Lifecycle-Serviceangebot zielt Syntegon nach eigenen Angaben auf niedrige Gesamtbetriebskosten über den gesamten Betrieb hinweg.
Syntegon bestätigt seinen Ausblick für 2026 und erwartet weiteres profitables Wachstum. Grundlage dafür seien der Auftragsbestand, die anhaltende Nachfrage in Pharma und Biotech sowie die Umsetzung der Wachstumsstrategie.