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Wacker schließt das 3. Quartal 2021 mit kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis ab

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Wacker Chemie hat das 3. Quartal 2021 dank einer weiter hohen Kundennachfrage in allen Geschäftsbereichen mit kräftigen Zuwächsen beim Umsatz und beim Ergebnis abgeschlossen.

Der Konzernumsatz summierte sich von Juli bis September auf 1.658,6 Mio. EUR. Das sind 40% mehr als im Vorjahreszeitraum (1.183,1 Mio. EUR) und 11% mehr als im Vorquartal (1.501,0 Mio. EUR). Während sich im 3. Quartal 2020 noch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie negativ auf das Geschäft ausgewirkt hatten, sind im Berichtsquartal die Absatzmengen in allen wesentlichen Abnehmerindustrien deutlich gewachsen. Positive Produktmixeffekte, höhere Preise – vor allem für Solarsilicium – sowie Währungseffekte haben den Umsatz ebenfalls erhöht. Der Konzernumsatz der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres beträgt 4.519,2 Mio. EUR (9M 2020: 3.453,0 Mio. EUR). Das ist ein Plus von 31% im Vergleich zum Vorjahr.

Wacker hat im 3. Quartal 2021 ein EBITDA von 433,7 Mio. EUR erzielt. Das operative Ergebnis hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (190,8 Mio. EUR) mehr als verdoppelt. Gegenüber dem Vorquartal (326,6 Mio. EUR) ist das EBITDA um 33% gestiegen. Neben den höheren Absatzmengen und den gestiegenen Preisen haben Einsparungen aus dem laufenden Effizienzprogramm des Konzerns die Ergebnisentwicklung im operativen Geschäft positiv beeinflusst. Zum Teil stark gestiegene Energie- und Rohstoffkosten haben das EBITDA dagegen gemindert. Für die drei Monate Juli bis September 2021 ergibt sich im Konzern eine EBITDA-Marge von 26,1%. Im Vorjahreszeitraum hatte sie 16,1% betragen und im Vorquartal lag die EBITDA-Marge bei 21,8%. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres summiert sich das Konzern-EBITDA auf 1.006,7 Mio. EUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (470,3 Mio. EUR) mehr als verdoppelt.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht. Es beläuft sich von Juli bis September 2021 auf 342,6 Mio. EUR (Q3 2020: 90,6 Mio. EUR). Die EBIT-Marge liegt bei 20,7% (Q3 2020: 7,7%). Gegenüber dem 2. Quartal 2021 (233,7 Mio. EUR) ist das EBIT um 47% gewachsen. Das Periodenergebnis des Berichtsquartals beläuft sich auf 248,7 Mio. EUR (Q3 2020: 67,7 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie beträgt 4,90 EUR (Q3 2020: 1,30 EUR).

Wacker hat seine am 15. September angehobene Jahresprognose bestätigt. Demnach wird der Umsatz im Gesamtjahr rund 6 Mrd. EUR betragen (2020: 4,69 Mrd. EUR) und das EBITDA wird 2021 voraussichtlich zwischen 1,2 Mrd. EUR und 1,4 Mrd. EUR liegen (2020: 666 Mio. EUR). Die anhaltend hohen Preise für Polysilicium und die weiterhin sehr starke Nachfrage in den Chemiebereichen sind die Gründe für die höheren Erwartungen. Gleichzeitig belasten höhere Rohstoffpreise und negative Währungseffekte das EBITDA. Der Chemiekonzern rechnet hier nunmehr mit einem Effekt von voraussichtlich mehr als 400 Mio. EUR (bisher: 300 Mio. EUR). In der aktuellen Prognose ist diese Entwicklung berücksichtigt.

„Wacker befindet sich auf einem sehr guten Kurs. Im abgelaufenen Quartal haben wir einen Rekordumsatz erzielt. Ich gehe davon aus, dass 2021 ein ausgezeichnetes Jahr für Wacker wird“, sagte Konzernchef Christian Hartel am Donnerstag in München. Zu den guten Ergebnissen im 3. Quartal haben laut Hartel alle Bereiche beigetragen. „Unser Geschäft mit Polysilicium hat sich in den vergangenen Monaten sehr gut entwickelt. Der Ausbau der Photovoltaik nimmt weltweit immer mehr Fahrt auf. Dadurch steigt die Nachfrage nach unserem Polysilizium für hocheffiziente Solarzellen. Dazu kommt, dass der Preisanstieg bei Solarsilicium unser Geschäft unterstützt hat. Auch in der Halbleiterindustrie ist die Nachfrage ungebrochen hoch. Bereits heute steckt unser hochreines Polysilicium in fast jedem zweiten Computerchip, der weltweit verbaut wird. Wir wollen unsere Marktposition hier weiter stärken. Wacker liefert die hohe Qualität, die für leistungsfähige Solarmodule und Halbleiter gebraucht wird.“

Auch in den Chemiebereichen sei die Nachfrage in den vergangenen Monaten gestiegen, so Hartel weiter. „Bei den Siliconen verfolgen wir seit Jahren die Strategie, unser Angebot an Spezialprodukten auszubauen. Das zahlt sich immer mehr aus. Im abgelaufenen Quartal haben wir in allen Anwendungsfeldern für Silicone zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Unsere Silicon-Spezialitäten bieten dort vielfältige, unverzichtbare Eigenschaften.“, erläuterte Hartel. „Bei den Polymeren profitieren wir als Marktführer unter anderem von einer weltweit hohen Bautätigkeit. Unsere Polymerprodukte sind ein unverzichtbarer Grundstoff für innovative Lösungen im Baubereich.“ Gut entwickelt hat sich laut Hartel zudem das Geschäft mit biotechnologisch hergestellten Produkten. „Gerade die Biotechnologie ist ein ganz wichtiges Zukunftsfeld für Wacker. Hier sind zuletzt vor allem die Umsätze im Bereich Biopharmazeutika gestiegen. Auch unser Geschäft mit Cyclodextrinen ist gewachsen. Die speziellen Eigenschaften dieser Moleküle eröffnen zahlreiche Anwendungsbereiche. Sie können zum Beispiel die Löslichkeit von Arzneistoffen erhöhen und so deren Bioverfügbarkeit verbessern.“

Ausblick

Mit Blick auf die gute Geschäftsentwicklung hatte der Münchner Chemiekonzern bereits bei der Vorlage der Zahlen des 1. Quartals 2021 sowie erneut am 16. Juni 2021 seine Umsatz- und Ergebniserwartungen nach oben angepasst. Am 15. September 2021 hat Wacker seine Jahresprognose nochmals angehoben und erwartet im Gesamtjahr 2021 jetzt einen Umsatz von rund 6 Mrd. EUR (2020: 4,69 Mrd. EUR). Zuvor war das Unternehmen von einem Umsatz in Höhe von etwa 5,5 Mrd. EUR ausgegangen. Das EBITDA wird im Gesamtjahr 2021 voraussichtlich zwischen 1,2 Mrd. EUR und 1,4 Mrd. EUR liegen. Zuvor hatte Wacker ein EBITDA zwischen 900 Mio. EUR und 1,1 Mrd. EUR erwartet. Die anhaltend hohen Polysiliciumpreise sowie die weiterhin sehr starke Nachfrage in den Chemiebereichen sind die Gründe für die höheren Geschäftserwartungen im weiteren Jahresverlauf. Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass im laufenden Jahr höhere Rohstoffpreise und negative Währungseffekte das EBITDA belasten werden. Wacker rechnet hier nunmehr mit einem Effekt von mehr als 400 Mio. EUR (bisher: 300 Mio. EUR). In der aktuellen Prognose ist diese Entwicklung berücksichtigt. Den Netto-Cashflow erwartet das Unternehmen nun deutlich positiv und über dem Niveau des Vorjahres (bisher: auf dem Niveau des Vorjahres).

Die Einschätzungen für die EBITDA-Marge, das Ergebnis auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sowie den Netto-Cashflow im Gesamtjahr hatte das Unternehmen am 16. Juni zuletzt angepasst. Demnach soll die EBITDA-Marge im Gesamtjahr deutlich über Vorjahr und der ROCE deutlich über den Kapitalkosten liegen.

Für die restlichen finanziellen Steuerungskennzahlen bleibt die Prognose gegenüber den Aussagen im Geschäftsbericht 2020 unverändert.

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Bezugsquellenverzeichnis