Chemie- und Pharmaindustrie steigern Wachstum

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Die Ausfuhren der grössten Exportindustrie der Schweiz stiegen im 1. Halbjahr 2014 um weitere 4,4 Prozent und erreichten 43,2 Milliarden Franken. Die Gesamtexporte der Schweiz wuchsen in der Vergleichsperiode um 2,7 Prozent. Die Steigerung der Ausfuhren von Chemie Pharma Biotech war den Exporten von den Pharma-Produkten zu verdanken. Diese konnten um 6 Prozent auf 35,7 Milliarden Franken oder 82,7 Prozent der Gesamtausfuhren von Chemie Pharma Biotech zulegen.

Chemie Pharma Biotech, die grösste Exportindustrie der Schweiz, konnte ihre führende Stellung auch im 1. Halbjahr 2014 weiter ausbauen. Die Ausfuhren von Chemie Pharma Biotech wuchsen gegenüber der Vorjahrperiode um 4,4 Prozent und betrugen 43,2 Milliarden Franken. Auch die Importe stiegen mit 10,6 Prozent kräftig und erreichten 22,2 Milliarden. Damit stagnierte der Exportüberschuss mit 21 Milliarden auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Knapp 95 Prozent davon wurden mit Pharmaprodukten erwirtschaftet.

Life-Science-Produkte dominieren
Gegenüber der Vorjahresperiode nahmen die Ausfuhren von pharmazeutischen Produkten um 2 Milliarden oder 6 Prozent auf 35,7 Milliarden Franken zu. Damit erreichten sie 82,7 Prozent der Gesamtexporte von Chemie Pharma Biotech oder etwas mehr als ein Drittel der schweizerischen Gesamtexporte. Gegenüber der Vorjahresperiode leicht zulegen konnten weiter die Exporte von Ätherischen Ölen, Riech- und Aromastoffen (+ 0.5 %). Alle anderen Produktegruppen stagnierten oder verloren gegenüber der Vorjahresperiode.
 

Science industries – im Dienste der Industrie
Science industries wurde 1882 unter dem Namen «Schweizerische Gesellschaft für Chemische Industrie» als wirtschaftspolitischer Interessenverband der chemischpharmazeutischen Industrie gegründet. Angesichts der starken Auslandabhängigkeit der Branche bearbeitete Science industries über lange Zeit schwergewichtig handelspolitische Fragen. Im Laufe der Jahre erweiterte sich die Palette. Fragen des Umweltschutzes, des Pharmasektors und der Biotechnologie erhielten immer mehr Gewicht. Science industries beteiligt sich von jeher an den Vernehmlassungen zur einschlägigen schweizerischen Gesetzgebung. Seit ihrer Gründung setzt sich Science industries für ein unternehmensfreundliches regulatorisches Umfeld im In- und Ausland ein. Im Bereich der Aussenwirtschaft werden insbesondere folgende Ziele angestrebt:

  • Schaffen möglichst freiheitlicher und stabiler Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft, z.B. im Rahmen der WTO und der Europäischen Union.
  • Abbauen technischer Handelshemmnisse durch internationales Angleichen handelsrelevanter Rechtsvorschriften verschiedener Staaten oder durch gegenseitige Anerkennung dieser Vorschriften.
  • Sichern einer angemessenen Abgeltung der unternehmerischen Forschungsanstrengungen, unter anderem durch einen international verbesserten Schutz des Geistigen Eigentums.

Science industries arbeitet eng mit den Verbänden der chemisch-pharmazeutischen Industrien anderer Länder zusammen. Der Verband ist ein aktives Mitglied einer ganzen Reihe von europäischen und weltweit tätigen Branchenvereinigungen.Markantes ExportwachstumDie Ausfuhren nach Europa und Amerika konnten gegenüber der Vorjahresperiode deutlich zulegen (EU 6,7 %, Europa 5,7 %, Nordamerika 6,2 %, Lateinamerika 3,4 %). Somit blieb die EU die weitaus bedeutendste Abnehmerin von Waren aus dem Bereich Chemie Pharma Biotech mit einem Anteil von 55,9 Prozent an den Gesamtexporten. Die Ausfuhren erreichten 24,2 Milliarden Franken. Mit einem Anteil von 17,5 Prozent war Nordamerika die zweitwichtigste Exportregion. Die Ausfuhren nach Asien nahmen gegenüber dem Vorjahr leicht ab. Doch mit einem Anteil von 15,3 Prozent bleibt Asien der drittwichtigste Abnehmer. Deutschland blieb mit einem Anteil von 15,8 Prozent grösstes Abnehmerland, gefolgt von den USA (14,8 %), Italien (7,7 %), Frankreich (5,9 %) und Grossbritannien (5,4 %).
 

BRIC-Länder mit EinbussenIm Pharmabereich blieben die Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 15,7 Prozent das wichtigste Abnehmerland, gefolgt von Deutschland mit 14,6 Prozent. Signifikant waren die Exportverluste gegenüber der Vorjahresperiode mit den meisten BRIC-Länder (Brasilien - 13,2 %, Russland - 13,5 %, Indien - 34,5 %). Nur nach China stiegen die Exporte mit einem Plus von 27,9 Prozent deutlich. Insgesamt erreichten die Exporte der BRIC-Länder das Vorjahresniveau von 2,9 Milliarden oder 6,6 Prozent der Gesamtexporte von Chemie Pharma Biotech. Weitaus stärkstes Abnehmerland blieb China mit 1,5 Milliarden Franken. Damit war China das insgesamt achtwichtigste Abnehmerland.


Europa bleibt wichtigster Lieferant
Für den Importbereich lautet das Fazit der ersten sechs Monate 2014: 17,8 Milliarden oder über 80 Prozent der Schweizer Importe von Chemie Pharma Biotech stammten aus Europa. Damit blieb Europa der weitaus wichtigste Lieferant für Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte. Mit einem Anteil von 23,1 Prozent wurden aus Deutschland am meisten Ware importiert, gefolgt von Irland (15,1 %, davon 92,8 % Pharmaprodukte), den USA (9,6 %) und Italien (9,5 %). Der Anteil der BRIC-Staaten an den Importen sank wert- und anteilmässig auf 0,87 Milliarden oder 3,9 Prozent.

Quelle: www.scienceindustries.ch

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